Historie der ärztlichen Versorgung in Dehrn und der Region


Aktuelle Entwicklung der ärztlichen Versorgung seit 2013

 

Der gebürtige Dehrner Dr. Johannes Löw übernahm dann 2013 Praxis von Dr. Bernhard Demes. Im Laufe der Jahrzehnte ist die Patientenzahl kontinuierlich gewachsen, sodass es im Laufe des Jahres 2013 aus logistischer und betriebswirtschaftlicher Sicht zu einem Aufnahmestopp für neue Patienten kommen musste. Aufgrund von Praxisschließungen im Dehrner Umfeld, stellte sich für Dr. Löw die Frage nach der nachhaltigen ärztlichen Versorgung.

 

Daher arbeitet seit 2016 seine Frau Dr. Melanie Löw, nachdem sie bereits 2013 die Facharztprüfung als Ärztin für Neurologie abgelegt hatte, als Weiterbildungsassistentin für Allgemeinmedizin in der Praxis. Seit 1.7.2019 hat sie einen weiterern vollen kassenärztlichen Versorgungsauftrag übernommen, so dass die Praxis über 3 volle Versorgungsaufträge verfügt.

 

2018 konnten sie dann den in Dehrn ansässigen und im Koblenzer Marienhof tätigen Internisten und Kardiologen Dr. Kristoffer Loos für einen Einstieg in die Praxis begeistern. Die Ärzte kannten sich aus ihrer gemeinsamen Zeit im Limburger St. Vincenz Krankenhaus, in der sie bereits eng und kollegial zusammengearbeitet hatten.

 

Seit Januar 2019 gibt es nun zwei kassenärztliche Versorgungsaufträge für die Region am Standort Dehrn und im Juli 2019 folgte mit Frau Dr. Löw noch der dritte volle Versorgungsauftrag. So hat die Arztpraxis Dr. Löw als Zentrum für Allgemeinmedizin erfreulicherweise ab sofort die Möglichkeit, weitere Patienten aufzunehmen. Aufgrund der ärztlichen Besetzung wird es keine urlaubsbedingte Praxisschließung geben. Dr Löw hat seine Entscheidung eine Landarztpraxis zu übernehmen nie bereut und freut sich zusammen mit Frau Dr. Löw und Dr. Loos auf den tgl. Kontakt mit den Patienten und auch mit der Bevölkerung.

 

Die Praxis ist aus Platzgründen 2017 in die Steingasse 23a umgezogen. Es steht seitdem ein großes Praxisgebäude mit 250 m2 Praxisfläche und 11 Parkplätzen direkt vor dem Gebäude zur Verfügung. Das Haus stammt aus den 1930er Jahren, wurde 2017 kernsaniert und für die Nutzung als Landarztpraxis umgebaut. Der Charakter des Hauses konnte aber erhalten werden.

 

Es stehen modernste apparative Untersuchungsmethoden in der Praxis zur Verfügung. So können den Patienten viele fachärztliche Überweisungen, weite Wege und Wartezeiten erspart werden. Neben der normalen hausärztlichen Basisversorgung bietet die Arztpraxis Dr. Löw als Kassenleistung den Ultraschall von Bauchraum, Schilddrüse, Lungenfunktionstestung, EKG, Pulsoxymetrie, Langzeitblutdruckmessung, Langzeit-EKG und im Laufe von 2019 auch ein Belastungs-EKG an. Im medizinischen Notfall ist eine kontinuierliche Überwachung bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes mittels Patientenmonitor zur Überwachung von EKG, Puls, Blutdruck, Sauerstoffsättigung, Temperatur und Atmung sichergestellt.

 

Als Selbstzahlerleistung ist der Ultraschall von Herz (Echokardiographie), Rippenfell, Gelenken, Weichteilen, Lymphknoten, Halsschlagader und Beingefäße, sowie Schrittmacher- und Defi-Kontrollen möglich. Auf Grund der gesetzlichen Lage können diese Leistungen nur als Selbstzahlerleistung für gesetzlich versicherte Patienten angeboten werden, da die kassenärztliche Vereinigung und die Krankenkassen allgemeinmedizinischen Praxen für diese Leistungen keine Abrechnung erlaubt. Die Berechnung erfolgt nach der Gebührenordnung der Ärzte. Der Patient kann die Rechnung zur Kostenübernahme bei seiner Krankenkasse einreichen. Ob eine Kostenerstattung möglich ist, hängt allerdings von der jeweiligen Krankenkasse ab. Weitere Infos finden Sie auf der Internetseite.


Medizinische Versorgung in Dehrn – einst und jetzt

Von Günther Seip, Dehrn, Januar 2020

 

Mit der Gründung einer Niederlassung der „Dernbacher Schwestern“ (ADJC) im Oktober 1896 in der Burgfriedenstraße 13 in Dehrn gab es erstmals die Möglichkeit einer medizinischen Erstversorgung der Lahngemeinde. Die erste hier tätige Krankenschwester war Schwester Walfrieda.

 

 Der Tod von Hubert Hilb, der 1897 im Alter von nur 20 Jahren an Wundstarrkrampf starb, war Ursache für die Stiftung eines Krankenhauses durch dessen Mutter, Frau Margarethe Höchst, verwitwete Hilb, unmittelbar neben dem Schwesternhaus. Dieses Krankenhaus wurde im November 1899 in Betrieb genommen und trug den Namen „St. Hubertusstift“. Der erste Patient, Heinrich Krekel aus Malmeneich, wurde schon nach 10 Tagen aufgenommen. Alle Ärzte hatten Zutritt zu diesem Krankenhaus. 

 

Trotz großzügiger Unterstützung der Einrichtung durch verschiedene Personen und die Gemeinde, konnte das St. Hubertusstift nach drei Jahrzehnten den gestiegenen Anforderungen an ein Krankenhaus nicht mehr genügen und wurde daher ab 1931 geschlossen. Von da an diente es nur noch als Altersheim. 

 

Ärzte oder ein Krankenhaus gab es zu dieser Zeit nur in Limburg, das entweder mit dem „Dehrner Schiffchen“ (von 1882-1949) oder – ab 1949 – mit dem Omnibus von Alfred Hölzenbein erreichbar war. Das Limburger St. Vincenz-Krankenhaus, 1850 in Räumen am Roßmarkt gegründet, wurde 1905 am Huttig gebaut (Abbruch 1973).

 

Die Dernbacher Schwestern übernahmen aber weiterhin die ambulante medizinische Erstversorgung. Allein im Jahr 1950 wurden im St. Hubertusstift 64 Kranke gepflegt sowie in der ambulanten Krankenpflege 592 Kranke mit insgesamt 4865 Krankenbesuchen in Dehrn, Dietkirchen und Ahlbach betreut.  Vielen Dehrnern ist noch die letzte Krankenschwester, Schwester Theodewina, bekannt, die zunächst bis zur Auflösung der Niederlassung am 1. Oktober 1965, danach von Limburg aus bis zum 31. März 1987 die Krankenpflege ausübte. 

 

 

 

Mit Dr. med. Josef Walter gab es in Dehrn den ersten niedergelassenen Arzt. 1913 in Katharinaberg / Sudetenland geboren, studierte Josef Walter in Prag Medizin. Nach der Vertreibung durch die Tschechen kam er im August 1946 nach Dehrn. Seine Familie wurde zunächst in einer ehemaligen Flakhelfer-Baracke bei Schloss Dehrn untergebracht. Im Oktober 1946 eröffnete Dr. Walter im Haus des früheren Bürgermeisters Johann Bausch, Steingasse 12, eine Praxis. Eine Wohnung hatte seine Familie inzwischen zwei Häuser weiter oben gefunden, im Haus Tummes/Schäfer, Steingasse 16, einem wunderschönen Fachwerkhaus aus dem Jahr 1681, das leider 1958 der Straßenverbreiterung geopfert wurde. 

 

Etwa 1950 verlegte Dr. Walter seine Praxis in das große Backsteinhaus in der Römerstraße 1. Wohnung und Praxis befanden sich im 1. Stock; im Erdgeschoss gab es das Lebensmittelgeschäft Schrankel. Auch dieses Haus wurde später abgerissen. Es stand links vom Fußweg zum heutigen Bürgerhaus, dort, wo sich heute der Dorfplatz befindet. Dr. Walter war zeitweise 1. Beigeordneter der Gemeinde Dehrn sowie über einige Jahre Vorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung Limburg. Auch war er Vorsitzender der VdK-Ortsgruppe Dehrn.

 

Nach dem Bau eines Wohnhauses im Niedertiefenbacher Weg 11 verlegte Dr. Walter 1966 seine Praxis dorthin. Er beendete seine Tätigkeit in Dehrn im Sommer 1980 und zog einige Zeit später nach Würzburg, wo sein Sohn als Arzt und Professor für Kardiologie am Juliusspital tätig war. Dr. Josef Walter starb in Würzburg am 5. Februar 1984. 

 

 

Der zweite Arzt in Dehrn war Dr.med. Josef Syrée. 1922 in Obermendig/Eifel geboren, studierte er Medizin und war vor seiner Niederlassung in Dehrn als Chirurg am Limburger St. Vincenz-Krankenhaus tätig. Im Oktober 1972 eröffnete er seine Praxis in der Steingasse 25a. Sein plötzlicher Tod am 28. Oktober 1981 riss ihn aus seiner ärztlichen Tätigkeit.

 

 

Sein Nachfolger wurde Dr. med. Bernhard Demes. In Runkel als Sohn eines Realschullehrers geboren, führte er an gleicher Stelle die Praxis seines Vorgängers fort. Aus Altersgründen beendete Dr. Demes 2013 seine ärztliche Tätigkeit in Dehrn und zog nach Norddeutschland.

 

Zwischendurch praktizierte mit Dr. med. Peter Casal vom 1.10.1993 bis zum 30.6.1996 ein weiterer Arzt in Dehrn, der seine Praxis in der Fronstraße 5 betrieb.

 

 

 

Die ehemalige Praxis von Dr. Demes in der Steingasse 25a übernahm im Jahr 2013 Dr. med. Johannes Löw aus Dehrn, der vorher als Arzt im Limburger St. Vincenz-Krankenhaus sowie in einer Gemeinschaftspraxis in Hintermeilingen tätig war.

Im August 2017 verlegte Dr. Löw seine Praxis in das Haus Steingasse 23a und erweiterte 2019 die ärztlichen Versorgungsmöglichkeiten durch die Einstellung von Dr. med. Kristoffer Loos (Hausärztlicher Internist und Facharzt für Kardiologie) sowie von Dr. med. Melanie Löw (Fachärztin Allgemeinmedizin und Neurologie).

 

Damit wurde in Dehrn ein Zentrum für Allgemeinmedizin geschaffen, das für die Region in der Zukunft von zunehmender Bedeutung sein dürfte.

 

 

 

 

 

 

Die zahnmedizinische Versorgung wurde in Dehrn früher durch Dr. Helmut Link in Steeden gewährleistet, der seine Praxis etwa 1962 von dort nach Dehrn (Eckhaus Rußwerthstraße 2 / Steedener Weg) verlegte. 

Vom 1. Januar 2009 bis zum 30. September 2017 hatte Dr. Holger Meffert eine Zahnarztpraxis an gleicher Stelle.

 

Ab dem 1. Oktober 1999 praktiziert Dr. Michael Lickvers in der Burgfriedenstraße 45 (am Dorfplatz) in Dehrn. 

 

 

 

In Dehrn gibt es seit 1995 durch Martina Rudtka aus Dehrn auch das Angebot eines mobilen Pflegedienstes. Der Standort des Unternehmens wechselte von „Am Schimmergarten“ in „An der Ziegelei“ 2 in Dehrn. 

Seit 2015 gibt es einen weiteren mobilen Pflegedienst in Dehrn, den Häuslichen Pflegedienst Hartl, mit dem Standort Römerstraße 7, im ehemaligen Rathaus, neben dem Marmorbrunnen. 

 

 

Günther Seip

 

 

 

 


Dr. med. Johannes Löw

Leitender Arzt

Facharzt Allgemeinmedizin

Notfallmedizin

 

Dr. med. Melanie Löw

Fachärztin Allgemeinmedizin

 

Dr. med. Kristoffer Loos

Hausärztlicher Internist

Adresse

Steingasse 23 a

65594 Runkel-Dehrn

Tel.: 06431 9 77 77 20

Fax: 06431- 9 77 77 21 

praxis@dr-loew-dehrn.de

Praxis Öffnungszeiten

Mo 7:00-19:00

 Di

7:00-15:00

Mi

7:30-14:00

Do

7:00-19:00

Fr

7:00-14:00

Ärztliche Terminsprechstunden

Mo 7:30-11:00 16:00-18:00

Di

7:30-11:00  

Mi

7:30-11:00  

Do

7:30-11:00 16:00-18:00

Fr

7:30-11:00  

WICHTIG:

VORHER ANRUFEN ODER PER EMAIL ANMELDEN!


Sentinelpraxis:

  • Für Influenza & akuter respiratorischer Erkrankungen des Robert-Koch-Instituts

 

Weiterbildungsermächtigung:

  • Allgemeinmedizin

 

Lehrpraxis der Universitäten:

  • Justus Liebig, Gießen
  • J. W. Goethe, Frankfurt